• Auf in den gnadenlosen Kampf mit den eigenen Wörtern!
  • Mein persönlicher Korrekturstil

    Nach reiflicher Überlegung und auch aus Kostengründen, habe ich mich dazu entschieden, den ersten Teil meines Fantasy-Romans "Gravitation des Schicksals" selbst zu korrigieren.

    Dafür drucke ich mir gerne zwischendurch ein paar Seiten aus, schnappe mir verschiedenfarbige Textmarker, einen Bleistift, Radiergummi sowie ein Lesezeichen und ziehe mich in eine stille Ecke zurück.

    Diese Variante ist für mich am Effektivsten, da ich lieber Papierseiten in der Hand habe und mich beim Lesen besser konzentrieren kann.  Am Laptop verfalle ich schnell in das typische F-Leseschema und überfliege mehr oder weniger den Text nur noch, ohne mich gezielt auf jedes einzelne Wort zu konzentrieren. Es fällt mir einfacher, mich in das Geschehen und die Story hineinzuversetzen, wenn ich Papier in der Hand habe und das abgedruckte Wort in Tinte vor mir sehe. 

  • Autorenbrille in die Schublade & Leserattenbrille aufgesetzt!
  • Korrekturlesen als kontinuierlicher Begleitprozess

    Die korrigierten Seiten mit den Randbemerkungen und Markierungen sammle ich über die Zeit und verwahre diese in einer separaten Mappe. Erst wenn der Roman  tatsächlich zu Ende geschrieben ist, nehme ich die eigentliche ganzheitliche Korrektur vor. 

    Es gibt also für mich nicht nur das "EINE" Korrekturlesen, sondern vielmehr viele einzelne Steps, die stetig die Qualität des Buches verbessern sollen.  

    Je mehr Zeit vergeht umso "fremder" erscheint mir mein eigenes Werk im Nachhinein. Viele Details, Szenen und Zwischenereignisse sind mir dann gar nicht mehr so vertraut in Erinnerung und es kommt mir vor, als hätte es ein anderer geschrieben. Ich denke, dies ist eine sehr gute Voraussetzung für die Selbstkorrektur des Romans, denn durch den nötigen Abstand sehe ich vieles objektiver und selbstkritischer nach der langen Zeit.

    Da ich nur in meiner Freizeit schreibe und die Zeiträume manchmal zwischen den Schreibphasen etwas größer sein können, habe ich den nötigen Abstand zu meinem Romanprojekt. Beim Schreiben einzelner Szenen, hängt es viel von der eigenen Laune, Stimmung und kreativen Wortwahl ab, so dass die Schreibweise von Szene zu Szene sehr abwechslungsreich sein kann.

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man immer eintöniger wird, je länger man am Stück schreibt! Manchmal ist es sogar förderlich einen "CUT" zu machen, um zwischendurch ältere Seiten zu korrigieren, anstatt quantitätsbezogen einfach weiterzuschreiben mit Qualitätsverlusten.

    Das Gute bei der etappenweisen Korrektur ist, dass ich immer wieder frisch und mit wachen Augen durch die Korrekturbrille blicken kann. Zudem ist der Druck, schnell fertig zu werden nicht gegeben, da das Buch bzw. der Roman sowieso noch nicht fertig geschrieben ist. Ich kann mich also ganz auf die Seiten konzentrieren, die ich mir gerade für die Korrektur ausgedruckt habe. Es erleichtert mir das finale Korrekturlesen, weil ich bereits viele kleine Änderungsnotizen auf den Ausdrucken vermerkt habe. 

    Nach Fertigstellung der Rohfassung des Romans, kann ich bereits damit beginnen, die bereits "vorgemerkten"  Verbesserungen am Laptop umzusetzen.  Anschließend prüfe ich noch mal die einzelnen Änderungs- bzw. Verbesserungshinweise, die mir meine Autorensoftware (Papyrus-Autor) anzeigt und führe vorerst letzte Änderungen durch.

  • Nächster Schritt: Test-Leserschaft!
  • Warum man auch Hilfe von Testlesern braucht!

    Mit dem Ziel, die Lesefreundlichkeit weiter zu verbessern, habe ich mir vorgenommen, mein Buch von einer ausgewählten Testleserschaft kritisch Probelesen zu lassen. Dazu werde ich noch einen, auf die Story abgestimmten Fragebogen entwickeln, um weitere Hinweise auf "Schwachstellen" zu erhalten. Es bleibt aber auch Freiraum für Anmerkungen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge. Nach Auswertung der Fragebögen und des Feedbacks, werde ich eine erneute aber finale Korrektur vornehmen.

    Warum der ganze Aufwand? Ganz einfach, weil ich mein eigenes Buch nicht in allen Belangen objektiv betrachten kann! Was man selber als Autor als äußerst gelungen ansieht, müssen die Leser noch lange nicht genauso bewerten. Zudem ist man inhaltlich doch als Autor von seinem Werk mehr als 100% überzeugt, was es schwierig macht den eigene Story-Konstruktion in Frage zu stellen. Kritik am Buch ist auch immer Kritik am Autor und dafür muss man offen sein, wenn man wirklich ein gutes Buch schreiben möchte, dass nicht nur einem selber gefällt, sondern auch die Zielgruppe überzeugen soll.

    Woher bekommen wir also Testleser, die unser Werk unvoreingenommen Lesen und bewerten?

    Freunde, Familie, Arbeitskollegen und nähere Bekannt sollte man möglichst von der Testleserschaft ausschließen, da diese Gruppe eher dazu neigt einem wollwollend positives Feedback zu geben. Dies ist zwar sehr schmeichelhaft, aber es nützt wenig um die Buchqualität zu verbessern. Eine Fremdleserschaft ist genau das was das Buch braucht, denn die Personen haben keinerlei emotionale Bindung zum Autor, daher sind sie durchaus ehrlicher und gnadenloser in ihrem Feedback.

    Es ist natürlich erstmal eine Überwindung, Fremden das eigene Werk zur Verfügung zu stellen. Als Autor bewegt man sich hier sprichwörtlich in der Höhle des Löwen! Schließlich muss man nun mit allem Rechnen!

    • Wird das Buch als mitreißend, spannend und gelungen empfunden?
    • Hat es die Leser viral infiziert, so dass sie es kaum beiseite legen konnten?
    • Welche Szenen gefallen besonders gut?
    • Konnte man sich mit den Figuren identifizieren?
    • Welche Figuren gefielen den Lesern besonders gut?

    Das war die positive Seite! Was aber ist mit der Negativkritik? Als Autor kann man schließlich auch mal total daneben liegen, so dass die Testleser keineswegs begeistert sind vom Schreibwerk. Obwohl gerade diese Meinungen besonders hilfreich für den Autor sind, scheuen wir uns doch im innersten davor.

    • Was ist wenn das eigene Werk in der Luft zerrissen wird?
    • Die Figuren als zu flach empfunden werden?
    • Die Leser einfach keine Bindung zu den Figuren aufbauen können?
    • Es zu langweilig geschrieben ist und keinen mitreißt?
    • Was ist, wenn die Geschichte einfach beliebig wirkt als außergewöhnlich?
    • Was wenn die eigene Schreibtechnik einfach leseunfreundlich ist?
    • Was wenn die Erzählperspektive falsch gewählt ist?

    All diese Ängste plagen einen Autor, sobald er es für eine Testleserschaft das erste Mal aus der Hand gibt. Das Schreiben ist eine sehr persönliche Sache, daher kann man als Autor auch nur schlecht mit der Kritik am eigenen Werk umgehen, schließlich ist es aus der eigenen Kreativität heraus entstanden, die nun gnadenlos auf dem Prüfstand steht. Genau in diesem Konflikt liegt das Dilemma! Anstatt sich persönlich beleidigt zu fühlen in seinem Autorenfähigkeiten, sollte man es eher positiv betrachten. Nur durch ehrliches Feedback können wir die Autorenkompetenzen weiterentwickeln und verbessern. Man sollte nie aus den Augen verlieren, was das oberste Ziel ist, nämlich einen lesefreundlichen Bestseller zu schreiben. Dies gelingt aber nur, wenn man auch die Bedürfnisse sowie Kritikpunkte der Leserschaft berücksichtigt. Es kommt schließlich nicht darauf an, ob wir selber als Autor unser Schreibwerk toll finden, sondern ob es auch die Zielgruppe tut.

    Kritik ist erstmal hart, aber sie dient uns als Autor schließlich zur eigenen Verbesserung der Schreib- und Erzählweise. Vielleicht werden wir aber auch positiv überrascht und es kommt direkt bei der Testleserschaft gut an! Es lohnt sich auf jeden Fall, egal was rauskommt! Was also tun, wenn uns das Feedback unerwartet kalt überrollt? Wunden lecken, tief durchatmen, den Kopf wieder aus dem Sand ziehen, um anschließend systematisch die Kritikpunkte zu analysieren, Fehler am Werk identifizieren und strikt korrigieren, auch wenn es einem widerstrebt.

    Kritik ist immer eine Chance, den eigenen Roman zu verbessern! Also seien sie nicht zornig oder wütend, sondern dankbar über die Verbesserungstipps die sich aus der Kritik ergibt. Falls alle Testleser durch die Bank weg, begeistert sind, dann freuen Sie sich, denn Sie haben bereits alles richtig gemacht!

  • Welche Hilfsmittel benutze ich für die Korrektur?
  • Erst im letzten Drittel des Romans, habe ich mir nach reiflicher Überlegung und nach kurzem Test der kostenlosen Demoversion, die Papyrus Autor-Software zum Muttertag gegönnt! Diese Software wird in einschlägigen Foren und Bewertungsportalen als Non-Plus-Ultra angepriesen und da viel mir die Entscheidung nicht schwer. Vorteilhaft ist, dass viele Korrektur- und Verbesserungsvorschläge anzeigt werden, die mir die Korrekturarbeit deutlich erleichtern. Hierdurch kann ich mir die entsprechenden automatisierten Korrektur-Markierungen gezielt ansehen und dann entsprechende Änderungen vornehmen, wenn ich es möchte. Die angebundene Synonymdatenbank bietet eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten für oft verwendete oder langweilige, abgedroschene Wörter. Zudem arbeite ich gerne mit den Notizzetteln, die ich mit wichtigen Inhalten befülle, um Details nicht zu vergessen, die ich auf noch folgenden Seiten wieder aufgreifen will. Zurzeit benutze ich noch nicht alle Funktionen des Programms, da ich mein Storyboard, das Figurenverzeichnis und den halben Roman schon mit einem normalen Schreibprogramm vorher erarbeitet hatte.  (Dies ist keine gesponserte Werbung, sondern lediglich meine persönliche Erfahrung, die ich hier zum Ausdruck bringe! Die Software habe ich  zum Standardpreis erworben!)

    Bei dem zweiten Teil der Buchserie werde ich direkt mit dem Programm starten und hoffentlich effektiver mit vielen zusätzlichen Funktionen wie Figurendatenbank, Zeitlinien-Funktion, Denkbrett etc. arbeiten. Zudem ist eine direkte Korrektur beim Schreiben dann einfacher und zeitsparender, weil die Verbesserungsvorschläge direkt angezeigt werden und man sofort darauf reagieren kann. Ich bin jedenfalls mal gespannt, was alles mit dem Programm noch möglich ist, um die eigene Schreibeffektivität zu steigern! Beim Start des zweiten Buchprojektes werde ich Euch gerne meine Erfahrungen im Umgang mit dem Programm ungeschönt mitteilen. 

Mein persönlicher Korrekturstil

Nach reiflicher Überlegung und auch aus Kostengründen, habe ich mich dazu entschieden, den ersten Teil meines Fantasy-Romans "Gravitation des Schicksals" selbst zu korrigieren.

Dafür drucke ich mir gerne zwischendurch ein paar Seiten aus, schnappe mir verschiedenfarbige Textmarker, einen Bleistift, Radiergummi sowie ein Lesezeichen und ziehe mich in eine stille Ecke zurück.

Diese Variante ist für mich am Effektivsten, da ich lieber Papierseiten in der Hand habe und mich beim Lesen besser konzentrieren kann.  Am Laptop verfalle ich schnell in das typische F-Leseschema und überfliege mehr oder weniger den Text nur noch, ohne mich gezielt auf jedes einzelne Wort zu konzentrieren. Es fällt mir einfacher, mich in das Geschehen und die Story hineinzuversetzen, wenn ich Papier in der Hand habe und das abgedruckte Wort in Tinte vor mir sehe. 

Korrekturlesen als kontinuierlicher Begleitprozess

Die korrigierten Seiten mit den Randbemerkungen und Markierungen sammle ich über die Zeit und verwahre diese in einer separaten Mappe. Erst wenn der Roman  tatsächlich zu Ende geschrieben ist, nehme ich die eigentliche ganzheitliche Korrektur vor. 

Es gibt also für mich nicht nur das "EINE" Korrekturlesen, sondern vielmehr viele einzelne Steps, die stetig die Qualität des Buches verbessern sollen.  

Je mehr Zeit vergeht umso "fremder" erscheint mir mein eigenes Werk im Nachhinein. Viele Details, Szenen und Zwischenereignisse sind mir dann gar nicht mehr so vertraut in Erinnerung und es kommt mir vor, als hätte es ein anderer geschrieben. Ich denke, dies ist eine sehr gute Voraussetzung für die Selbstkorrektur des Romans, denn durch den nötigen Abstand sehe ich vieles objektiver und selbstkritischer nach der langen Zeit.

Da ich nur in meiner Freizeit schreibe und die Zeiträume manchmal zwischen den Schreibphasen etwas größer sein können, habe ich den nötigen Abstand zu meinem Romanprojekt. Beim Schreiben einzelner Szenen, hängt es viel von der eigenen Laune, Stimmung und kreativen Wortwahl ab, so dass die Schreibweise von Szene zu Szene sehr abwechslungsreich sein kann.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man immer eintöniger wird, je länger man am Stück schreibt! Manchmal ist es sogar förderlich einen "CUT" zu machen, um zwischendurch ältere Seiten zu korrigieren, anstatt quantitätsbezogen einfach weiterzuschreiben mit Qualitätsverlusten.

Das Gute bei der etappenweisen Korrektur ist, dass ich immer wieder frisch und mit wachen Augen durch die Korrekturbrille blicken kann. Zudem ist der Druck, schnell fertig zu werden nicht gegeben, da das Buch bzw. der Roman sowieso noch nicht fertig geschrieben ist. Ich kann mich also ganz auf die Seiten konzentrieren, die ich mir gerade für die Korrektur ausgedruckt habe. Es erleichtert mir das finale Korrekturlesen, weil ich bereits viele kleine Änderungsnotizen auf den Ausdrucken vermerkt habe. 

Nach Fertigstellung der Rohfassung des Romans, kann ich bereits damit beginnen, die bereits "vorgemerkten"  Verbesserungen am Laptop umzusetzen.  Anschließend prüfe ich noch mal die einzelnen Änderungs- bzw. Verbesserungshinweise, die mir meine Autorensoftware (Papyrus-Autor) anzeigt und führe vorerst letzte Änderungen durch.

Warum man auch Hilfe von Testlesern braucht!

Mit dem Ziel, die Lesefreundlichkeit weiter zu verbessern, habe ich mir vorgenommen, mein Buch von einer ausgewählten Testleserschaft kritisch Probelesen zu lassen. Dazu werde ich noch einen, auf die Story abgestimmten Fragebogen entwickeln, um weitere Hinweise auf "Schwachstellen" zu erhalten. Es bleibt aber auch Freiraum für Anmerkungen, Hinweise und Verbesserungsvorschläge. Nach Auswertung der Fragebögen und des Feedbacks, werde ich eine erneute aber finale Korrektur vornehmen.

Warum der ganze Aufwand? Ganz einfach, weil ich mein eigenes Buch nicht in allen Belangen objektiv betrachten kann! Was man selber als Autor als äußerst gelungen ansieht, müssen die Leser noch lange nicht genauso bewerten. Zudem ist man inhaltlich doch als Autor von seinem Werk mehr als 100% überzeugt, was es schwierig macht den eigene Story-Konstruktion in Frage zu stellen. Kritik am Buch ist auch immer Kritik am Autor und dafür muss man offen sein, wenn man wirklich ein gutes Buch schreiben möchte, dass nicht nur einem selber gefällt, sondern auch die Zielgruppe überzeugen soll.

Woher bekommen wir also Testleser, die unser Werk unvoreingenommen Lesen und bewerten?

Freunde, Familie, Arbeitskollegen und nähere Bekannt sollte man möglichst von der Testleserschaft ausschließen, da diese Gruppe eher dazu neigt einem wollwollend positives Feedback zu geben. Dies ist zwar sehr schmeichelhaft, aber es nützt wenig um die Buchqualität zu verbessern. Eine Fremdleserschaft ist genau das was das Buch braucht, denn die Personen haben keinerlei emotionale Bindung zum Autor, daher sind sie durchaus ehrlicher und gnadenloser in ihrem Feedback.

Es ist natürlich erstmal eine Überwindung, Fremden das eigene Werk zur Verfügung zu stellen. Als Autor bewegt man sich hier sprichwörtlich in der Höhle des Löwen! Schließlich muss man nun mit allem Rechnen!

  • Wird das Buch als mitreißend, spannend und gelungen empfunden?
  • Hat es die Leser viral infiziert, so dass sie es kaum beiseite legen konnten?
  • Welche Szenen gefallen besonders gut?
  • Konnte man sich mit den Figuren identifizieren?
  • Welche Figuren gefielen den Lesern besonders gut?

Das war die positive Seite! Was aber ist mit der Negativkritik? Als Autor kann man schließlich auch mal total daneben liegen, so dass die Testleser keineswegs begeistert sind vom Schreibwerk. Obwohl gerade diese Meinungen besonders hilfreich für den Autor sind, scheuen wir uns doch im innersten davor.

  • Was ist wenn das eigene Werk in der Luft zerrissen wird?
  • Die Figuren als zu flach empfunden werden?
  • Die Leser einfach keine Bindung zu den Figuren aufbauen können?
  • Es zu langweilig geschrieben ist und keinen mitreißt?
  • Was ist, wenn die Geschichte einfach beliebig wirkt als außergewöhnlich?
  • Was wenn die eigene Schreibtechnik einfach leseunfreundlich ist?
  • Was wenn die Erzählperspektive falsch gewählt ist?

All diese Ängste plagen einen Autor, sobald er es für eine Testleserschaft das erste Mal aus der Hand gibt. Das Schreiben ist eine sehr persönliche Sache, daher kann man als Autor auch nur schlecht mit der Kritik am eigenen Werk umgehen, schließlich ist es aus der eigenen Kreativität heraus entstanden, die nun gnadenlos auf dem Prüfstand steht. Genau in diesem Konflikt liegt das Dilemma! Anstatt sich persönlich beleidigt zu fühlen in seinem Autorenfähigkeiten, sollte man es eher positiv betrachten. Nur durch ehrliches Feedback können wir die Autorenkompetenzen weiterentwickeln und verbessern. Man sollte nie aus den Augen verlieren, was das oberste Ziel ist, nämlich einen lesefreundlichen Bestseller zu schreiben. Dies gelingt aber nur, wenn man auch die Bedürfnisse sowie Kritikpunkte der Leserschaft berücksichtigt. Es kommt schließlich nicht darauf an, ob wir selber als Autor unser Schreibwerk toll finden, sondern ob es auch die Zielgruppe tut.

Kritik ist erstmal hart, aber sie dient uns als Autor schließlich zur eigenen Verbesserung der Schreib- und Erzählweise. Vielleicht werden wir aber auch positiv überrascht und es kommt direkt bei der Testleserschaft gut an! Es lohnt sich auf jeden Fall, egal was rauskommt! Was also tun, wenn uns das Feedback unerwartet kalt überrollt? Wunden lecken, tief durchatmen, den Kopf wieder aus dem Sand ziehen, um anschließend systematisch die Kritikpunkte zu analysieren, Fehler am Werk identifizieren und strikt korrigieren, auch wenn es einem widerstrebt.

Kritik ist immer eine Chance, den eigenen Roman zu verbessern! Also seien sie nicht zornig oder wütend, sondern dankbar über die Verbesserungstipps die sich aus der Kritik ergibt. Falls alle Testleser durch die Bank weg, begeistert sind, dann freuen Sie sich, denn Sie haben bereits alles richtig gemacht!

Erst im letzten Drittel des Romans, habe ich mir nach reiflicher Überlegung und nach kurzem Test der kostenlosen Demoversion, die Papyrus Autor-Software zum Muttertag gegönnt! Diese Software wird in einschlägigen Foren und Bewertungsportalen als Non-Plus-Ultra angepriesen und da viel mir die Entscheidung nicht schwer. Vorteilhaft ist, dass viele Korrektur- und Verbesserungsvorschläge anzeigt werden, die mir die Korrekturarbeit deutlich erleichtern. Hierdurch kann ich mir die entsprechenden automatisierten Korrektur-Markierungen gezielt ansehen und dann entsprechende Änderungen vornehmen, wenn ich es möchte. Die angebundene Synonymdatenbank bietet eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten für oft verwendete oder langweilige, abgedroschene Wörter. Zudem arbeite ich gerne mit den Notizzetteln, die ich mit wichtigen Inhalten befülle, um Details nicht zu vergessen, die ich auf noch folgenden Seiten wieder aufgreifen will. Zurzeit benutze ich noch nicht alle Funktionen des Programms, da ich mein Storyboard, das Figurenverzeichnis und den halben Roman schon mit einem normalen Schreibprogramm vorher erarbeitet hatte.  (Dies ist keine gesponserte Werbung, sondern lediglich meine persönliche Erfahrung, die ich hier zum Ausdruck bringe! Die Software habe ich  zum Standardpreis erworben!)

Bei dem zweiten Teil der Buchserie werde ich direkt mit dem Programm starten und hoffentlich effektiver mit vielen zusätzlichen Funktionen wie Figurendatenbank, Zeitlinien-Funktion, Denkbrett etc. arbeiten. Zudem ist eine direkte Korrektur beim Schreiben dann einfacher und zeitsparender, weil die Verbesserungsvorschläge direkt angezeigt werden und man sofort darauf reagieren kann. Ich bin jedenfalls mal gespannt, was alles mit dem Programm noch möglich ist, um die eigene Schreibeffektivität zu steigern! Beim Start des zweiten Buchprojektes werde ich Euch gerne meine Erfahrungen im Umgang mit dem Programm ungeschönt mitteilen. 

Mein persönlicher Korrekturstil

Anleitung zur Buchüberarbeitung mit 30-Tipps